Pressekonferenz – Veranstalter und Förderer präsentieren Musiknacht 2017

Auf der heutigen Pressekonferenz präsentierten Veranstalter und Förderer der Musiknacht das diesjährige Programm. Auf dem Podium und auf dem Foto zu sehen (von rechts nach links):

Daniel Mennicken (Sprecher des IFM und Vorsitzender IFM Projekte e.V.), Prof. Dr. Susanne Hilger (Geschäftsführender Vorstand der RheinEnergieStiftungen Kultur, Familie sowie Jugend/Beruf und Wissenschaft), Dr. Hermann-Christoph Müller (Leiter Musikreferat der Stadt Köln) sowie Andrea Zschunke (Leiterin WDR 3-Programmgruppe Musik- und Radiokunst).

An 11 Spielorten finden diesmal 34 Veranstaltungen statt. 29 Ensembles / Einzelkünstler und ca. 150 Musikerinnen und Musiker sind insgesamt zu hören.

Durch den freien Eintritt erhoffen die Veranstalter sich nicht nur neues Publikum, sondern vor allem auch breite Aufmerksamkeit für die Belange der Freien Musikszene, deren „Unfreiheit“ in einem kulturpolitischen Forum gemeinsam mit WDR 3 thematisiert wird. Genauere Informationen dazu folgen in einem separaten Blogeintrag.

Der WDR überträgt ab 18 Uhr bis 23 Uhr wieder live aus der Musiknacht. Die RheinEnergieStiftung Kultur unterstützt das Sonderprojekt „Music Movies“ zur Musikvermittlung.

IFM Vorsitzender auf PR Tour

Mit Engagement und Leidenschaft setzte sich IFM Sprecher Daniel Mennicken in den letzten Wochen für die Belange der freien Musikze20170905_170015ne ein. Im Interview mit O-Ton und im Studio bei Domradio stellte er sich den Fragen der Journalisten, die erfahren wollten, was – außer Geld – die freie Szene noch so braucht, warum die Musiknacht bei freiem Eintritt stattfindet und was seine persönlichen Konzert-Tipps für den Abend sind. Beide Interviews sind demnächst zu lesen und zu hören und wir informieren sobald es soweit ist. Am kommenden Mittwoch um 11 Uhr findet im Grafiksaal des MAKK das Pressegespräch zur Musiknacht statt. Auch dazu gibt es hier danach einen Eintrag mit aktuellen Informationen rund um die Veranstaltung.

Music Movies in Arbeit

Während die Künstlerinnen und Künstler ihre Programme für die Kölner Musiknacht proben, drehen Jugendliche aus Köln und der Region kleine Filme – die „Music Movies“. Sie bringen nicht nur dem Publikum, sondern vor allem auch den Jugendlichen selbst näher was es heißt, als freier Musiker in Köln zu leben.

Am letzten Wochenende trafen Simon und David aus Köln den Pianisten Martin Tchiba im Bechstein Centrum. Die beiden haben vor Jahren selbst einmal Musik gemacht, kannten sich aber aus einem Sportverein. In der Schule war David schon mit Kurzfilmen in Berührung gekommen und beide Jugendlichen nutzten den Tag nicht nur, um einen Kölner Künstler zu treffen, sondern auch, um etwas über das Filmen zu lernen. Das Interview war erstklassig vorbereitet, so der Filmemacher Gerhard v. Richthofen, der sich schon darauf freut, die beiden im Schneideraum und am 30. September in der Musiknacht wiederzusehen.

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Tabea und Pauline aus Brühl haben die Banda Scintilla in der Musikhochschule besucht und mit ihnen natürlich auch über Musik gesprochen. Beide Mädchen spielen ein Instrument, haben aber vor ihrem Treffen mit dem Kölner Ensemble noch nie Alte Musik gehört. Auf unsere Frage, was sie nun von dieser Musikrichtung halten, sagen beide: „Alte Musik kannten wir nur unbewusst aus Märchenfilmen. Jetzt wissen wir auf jeden Fall mehr über die Musikrichtung und haben auch eine andere Verbindung zu Ihr. Wir finden, wenn man einmal etwas „live“ gehört hat, hat man grundsätzlich ein anderes Verhältnis zu den Stücken oder der Musik, weil man mehr Empfindungen mit Ihr verbindet. Wenn es sich mal ergibt, würden wir auch gerne auf ein Konzert gehen auf dem Alte Musik gespielt wird.“ Naja, die erste Gelegenheit dazu ist ja dann die Kölner Musiknacht. Tabea und Pauline freuen sich jetzt schon auf den Auftritt der Banda Scintilla und auf die Präsentation des fertigen Kurzfilms. Sie haben uns außerdem versprochen, noch ein paar Freunde mit zu bringen, denn Live-Musik schafft eben Empfindungen!

Das Projekt „Music Movies“ ist möglich dank einer Förderung der RheinEnergieStiftung Kultur. 

Kölner Musiknacht 2017 – kompakt und Eintritt frei

Freiheit! Ein großer Begriff nicht nur für Künstler. Frei von Zwängen, Kommerz und Main-Stream sollten freie Künstler ihre kreativen Ideen entwickeln, Impulse setzen, Kultur bereichern, Welt verändern. Die Kölner Musikszene gehört in diesem Bereich zu den deutschlandweit interessantesten und produktivsten. Durch die politische Arbeit des Initiativkreis Freie Musik, der seit 2005 auch die Kölner Musiknacht organisiert, wurde in Sachen Wertschätzung der Feien Szene eine Menge erreicht. Für mehr als knapp 3 % des städtischen Kulturhaushaltes hat es allerdings bislang noch nicht gereicht.

Deshalb setzen die Macher des musikalischen Großereignisses in Köln in diesem Jahr ein Zeichen und bringen nur so viele Konzerte an den Start wie auch angemessen bezahlt werden können.Und genau deshalb ist die Kölner Musiknacht diesmal „kompakt“.

Unsere Facebook-Kampagne haben wir heute gestartet. Ab sofort erfahren Sie hier in unregelmäßigen Abständen Neues aus dem Backstage-Bereich. Und eins steht fest: es wird wieder spannend!