Globale Musik in der Musiknacht

Schlagsaite 2016 2 sw (Foto von Nikolai Stabusch)

„Es ist gar nicht so einfach, die Globale Musik in Köln zu beschreiben“, sagt Alexandra Kalka, seit fünf Jahren Mitglied der Programmgruppe „Globale Musik“ der Kölner Musiknacht. Diese ist für die Auswahl der Sets zuständig, die in der langen Nacht zu hören sind und versucht – ebenso wie alle anderen Programmgruppen auch – eine möglichst große Bandbreite der Sparte abzubilden.

Dabei haben die Mitglieder der Programmgruppe selbst auch jeweils eigene musikalische Interessenschwerpunkte und die Kunst der Auswahl besteht in der gesunden Mischung zwischen Stilen und Kulturen, zwischen Renommiertem und Nachwuchs. Das ist in diesem Jahr wieder gut gelungen.

Neben den bekannten Größen Josue Avalos und Drago Riter und dem Ensemble Hara Samadhi, das sich aus „alten Hasen“ der Kölner Szene zusammensetzt, stehen der vielversprechende Nachwuchs Schlagsaite sowie die Newcomer des Jadugar Trio auf dem Programm.

Alexandra Kalka beschreibt die Vielschichtigkeit der Szene und spricht von der Schwierigkeit, innerhalb der Globalen Musikwelt wirklich immer auf dem Laufenden zu bleiben. Da gibt es so viele Gruppierungen! Große Akteure sind manchmal ausschließlich in ihren Communities unterwegs, manchmal aber auch perfekt in die Szene hinein vernetzt und dadurch leichter zu finden. Größen wie Jarry Singla und Ramesh Shotam wiederum mischen zwischen musikalischen Stilen und werden mit ihren Programmen manchmal eher dem Jazz als der Globalen Musik zugeordnet.

Es gibt alte Musiktraditionen, neue, hybride Formen von „World Music“, klassische Musik aus den verschiedensten Kulturen, Mischformen, Experimente, Popmusik… „Ich denke, es ist mehr eine Haltung als eine eindeutig zu definierende Musiksparte“, so Kalka, für die Globale Musik zudem ein perfekter Spiegel einer globalisierten Welt ist.

Was in der Musiknacht unter diesem Label läuft, ist nur ein winziger Ausschnitt einer reichen Kölner Szene, in der Weltkulturen gepflegt und gelebt werden. Aber ein durchaus spannender.

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