Klassik in der Musiknacht

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Neben den vielen Konzerten mit experimenteller, improvisierter und aktueller Musik gibt es in der Kölner Musiknacht auch die Sparte „Klassik“. Sieben Programme inklusive zweier Chorkonzerte lassen sich hier einordnen und damit bietet dieser Bereich eine ebenso große Auswahl wie die anderen Sparten. Für die Sängerin und Gesangspädagogin Nicola Möllers und ihre KollegInnen in der Programmgruppe birgt die Klassik mindestens ebenso viel Farbenreichtum und Abwechslung wie die experimentellen Sparten, die, so Möllers, „irgendwie doch das Image der Musiknacht prägen. Viele Konzertbesucher assoziieren mit der Musiknacht eher das Schräge, Außergewöhnliche und damit Experimentelle. Umso wichtiger ist es, auch das Vertraute, Bewahrende abzubilden, das in der Musikszene ja nach wie vor einen hohen Stellenwert hat.“ Eine große Orchesterformation ist zwar nicht dabei – dafür aber verschiedenste kammermusikalische Besetzungen.

So kann die klassische Musik an der ein oder anderen Stelle ein Ruhepol für Musiknacht-Wanderer sein. Was so ganz und gar nicht heißt, dass hier alles gleich klingt oder gar Langeweile aufkommt! Zwischen leisen, verträumten Tönen und feuriger Leidenschaft bilden die Konzerte eine große Bandbreite an Stimmungen und musikalischen Genres ab. Ganz neu und erstmalig im Programm: Ein Literaturkonzert zum „Zurücklehnen und Genießen“, so Nicola Möllers. Im Programm „Musik bei den Buddenbrooks“ erklingen Stücke u.a. von Schumann, Wagner, Liszt und Bach, die Thomas Mann selbst zum Inhalt seines gleichnamigen Romans gemacht hat. Die Schauspielerin Sibylle Bertsch und der Pianist Cosmin Boeru gestalten ein besonderes Konzertformat.

Zwei Pianistinnen von Format haben sich zum DUO EL² CONTRASTE zusammen getan und spielen nicht nur mit ihrem Namen, sondern vor allem mit Temperament. Eleonora Reznik und Elnara Ismailova ziehen einen Spannungsbogen mit Klaviermusik aus Romantik und Neuzeit. Als Duo geben sie ihr Musiknacht-Debüt. „Nachtgesang“ heißt das Programm der äußerst renommierten Truppe aus Nina Tichman, Beate Zelinsky und David Smyers. Sie präsentieren das klangliche Farbenspiel der Klarinettenfamilie.

Um nächtliche Stimmungen geht es auch beim Aulos Flötenquartett, das dem Publikum sehr spannende Bearbeitungen klassischer Stücke für vier Querflöten präsentiert. Wer die leisen Klänge liebt, der ist bei dem spanischen Programm für Gitarre solo mit Rachel Schiff genau richtig.

Noch einmal „nächtlich“ geht es im Programm der Kartäuserkantorei Köln zu, die romantische Chormusik rund um die Themen Nacht, Natur und Liebe darbietet. Und last but not least ist im Hohen Dom zu Köln natürlich die Domkantorei Köln zu hören, die kurz vor ihrer England-Tournee dem Kölner Publikum ihr aktuelles Programm präsentiert.

Verweilen, genießen, in Vertrautem schwelgen – dazu lädt die Programmgruppe „Klassik“ alle Musiknachtbesucher herzlich ein!

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