Chansons in allen Variationen    

2014, anlässlich der 10. Kölner Musiknacht mit dem Thema „unterwegs“ überraschte Lisa Glatz, eine der beiden Kuratorinnen der Sparte mit dem Arbeitstitel „Andere“, Fahrgäste der Kölner U-Bahn mit Gesang. Der von ihr zusammengestellte „Flashmobchor“ mit Sänger/-innen aus verschiedenen Chören und Vokalensembles warb mit der Darbietung verschiedener Evergreens für die Musiknacht. Wie Lisa Glatz gehört auch die zweite Kuratorin, Irene Kurka, zum „Urgestein“ der Freien Musikszene der Domstadt und damit auch der Institution Kölner Musiknacht. Mal als Sängerin, mal als Kuratorin, mal für beides engagiert sie sich – in diesem Jahr kuratieren die beiden gemeinsam die noch relativ junge Sparte, die intern unter dem Titel „Andere“ läuft.

Während in den vergangenen Jahren die Kombinationen Klassik/Romantik, bzw. Chöre/Orgel und teilweise auch Jazz/Improvisation unter diese Rubrik fielen und in der Zwischenzeit entweder zu einer eigenen Sparte heranwuchsen oder ganz rausgefallen sind, ist diesmal alles ein bisschen anders. „Aufgrund einer Vielzahl von Angeboten ergab es sich, das musikalische Angebot der Musiknacht auch auf Chansons im Crossover auszuweiten“, berichtet Irene Kurka und man merkt ihr die Freude an. Spannend fanden die beiden Kuratorinnen zudem, dass so unterschiedliche Projekte angeboten werden, in denen sich Musikgenres und Sparten überschneiden und die stilistisch auf den ersten Blick gar nicht zusammenzupassen scheinen. Denn überraschend gute Programmideen kommen aus dem Bereich Chanson/Kabarett und überzeugten mit einer oftmals theatralischem Facette.

Nachdem die Qual der Auswahl hinter ihnen lag, tat sich das Duo mit der Entscheidung nicht mehr schwer. „Wichtig war für uns, dass sich die Angebote als interessant erwiesen. Ausschlaggebend war uns ohnehin die Qualität des Programmangebotes und dass die Mischung ausgewogen ist.“ Sechs Angebote haben sich durchgesetzt, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Auf Jazz gemischt mit Chansons treffen die Besucher in „Reisefieber – eine musikalisch-literarische Reise im Orientexpress“ angeführt von der Jazz-Chanson-Sängerin mit polnisch-deutschen Wurzeln Margaux Kier. Einen dynamischen Cross-Over aus Musical, Jazz, Chanson und Pop bieten Gabi Schmidt und Philip Roesler mit „Noirrouge – zu schön für Jazz“, (beide Dom-Forum). Mit Annette Maye und Verena Guido haben sich noch zwei sehr profilierte Musikerinnen der Kölner Szene gefunden: Die frisch gebackene Preisträgerin des Künstlerinnenpreises NRW 2016, Annette Maye und Verena Guido, Sängerin der Band Ballhaus, zeigen mit großer Spielfreude vielfarbige Arrangements (Fritz Thyssen Stiftung). Natürlich darf kein Chansonprogramm auf Jacques Brel verzichten, dem die Sängerin Hildegard Meier, begleitet von Wolfgang Jaegers, Akkordeon huldigt (Käthe-Kollwitz Museum). Ohne den Bezug zum Original zu verlieren, interpretiert sie bekannte und weniger bekannte Chansons des Meisters mit je eigenem Charme und Ausdruck.

Unbekannte Chansons von bekannten Komponisten der goldenen 20er hat die Sängerin und Schauspielerin Anne Simmering „ausgegraben“. Zusammen mit dem Pianisten und Akkordeonisten Harald Rutar wird sie diese – auch auf ihrer Ukulele – gestalten (Aula der Kirche St. Aposteln). Und zur besten Sendezeit lädt Nicolai Pfeffer, der Meister der Klarinette, begleitet vom Pianisten Felix Wahl zu Brahms, Berg und Poulenc ein (WDR Funkhaus). Insgesamt verspricht die Sparte „Andere“ wieder eine bunte Mischung theatraler und kabarettistischer Interpretationen bekannter und unbekannter Chansons – nicht zuletzt auch in dem Bestreben, der Musiknacht auch diese Facette einzuverleiben und neue Besucher anzusprechen.

Neue Musik in der Musiknacht

Auch die Neue Musik, ebenso wie die „Alte“, hat in Köln eine starke Lobby. Die Kölner Gesellschaft für Neue Musik wurde nach einer ersten Gründung schon zu Beginn der 1920er Jahre und der Wiederbelebung nach dem Zweiten Weltkrieg 1981 bereits zum dritten Mal gegründet. Sie wollte schon immer und will noch immer das Interesse an Neuer Musik wecken und diese zur Aufführung bringen. Dasselbe Ziel hat ON – Neue Musik Köln, wobei der Schwerpunkt hier eher auf zeitgenössischer Musik liegt. ON ist aus einem bundesweiten Netwerk entstanden, mit ebenso großem Elan wie Etat gestartet und hat trotz Senkung der Mittel und dank kreativer Köpfe und Projekte in Köln einen festen Sitz etabliert. Der Stellenwert der Neuen Musik in der Stadt ist hoch. Auch Veranstaltungen wie die Acht Brücken zeigen das.

Kein Wunder also, dass acht Sets in der Musiknacht aus dem Bereich Neue Musik kommen und wir haben Carter Williams, Vertreter der Programmgruppe, gefragt, welches Konzert unerfahrenen Konzertbesuchern am wenigsten Angst machen könnte. Der denkt nicht lange nach und plädiert für „Bassmasse“, das Ensemble, das vor ein paar Jahren mit 50 und in diesem Jahr mit 13 Kontrabässen antritt. „Das wird beeindruckend auch für Leute, die sich mit Neuer Musik nicht so gut auskennen“, so Carter Williams.

„Überhaupt ist es großartig, dass die Musiknacht eine Plattform für ausgefallene Programme ist, die man sonst so nicht zu hören bekommt. Uns in der Programmgruppe begeistern Programmvorschläge, die wirklich neu sind und Stücke, die in Köln noch nicht aufgeführt wurden.“ Dazu gehören nicht nur Uraufführungen von zeitgenössischen Werken, sondern auch ‚schräge’ Programme, wie zum Beispiel das des Ensembles Tra i Tempi, das Kompositionen des exzentrischen Künstlers Julius Eastman präsentiert.

Die drei Komponisten, die in diesem Jahr über die Neue Musik -Auswahl in der Musiknacht entschieden haben, wollten eine gute Mischung aus eigenem Geschmack und Publikumsinteresse herstellen. Niemand ist frei von persönlichen Vorlieben – zum Glück, denn sonst hätte das ein oder andere Projekt der vergangenen Jahre vielleicht nicht stattgefunden.

Ensembles wie das Forseti Quartett stehen als Garant für gute Programme und haben deshalb schon mehrfach einen Platz im Musiknacht-Reigen bekommen. Udo Falkner, renommierter Pianist, spielt im WDR und findet auch dessen Zuspruch. Die Sopranistin Anna Herbst mit ihrem Ligeti Programm wurde den Programmgruppenmachern empfohlen, Michael Sattelberger spielt Orgelwerke von Dominik Susteck, der wiederum eine feste Größe in Köln ist und das Projektensemble 05 ist eine vom Landesmusikrat unterstützte Sondertruppe aus Profis und Laien, die seit 12 Jahren ausschließlich für die Musiknacht zusammenfindet und im Oberlandesgericht mit den Möglichkeiten des Treppenhauses spielt. „Auch das ist für das Publikum sehr interessant, weil es hier keine typische Konzertsituation, sondern immer eine ganz außergewöhnliche Performance gibt“, sagt Carter Williams. Das Duo Rosa/Kassl bietet eine außergewöhnliche Symbiose von Akkordeon und Blockflöte – für Neugierige sicher auch ein spannendes Programm.

Nach viel „Hin und Her und Diskussionen“ hat die Programmgruppe Neue Musik wieder ein gutes Händchen für eine äußerst facettenreiche Darstellung der Szene bewiesen. Wenn man sich die einzelnen Sets anschaut, bekommt man wirklich Lust hinzugehen – auch wenn man eigentlich Klassik-Freak ist.

Jazz in der Musiknacht

Eine quicklebendige Szene und Fangemeinde hat der Jazz in Köln. Im magischen Dreieck zwischen WDR, Hochschule für Musik und Tanz und dem Stadtgarten finden immer wieder tolle Konzerte statt und neben den international renommierten „Stars“ wachsen zahlreiche neue Talente nach. Trotzdem ist es für Jazzmusiker/-innen nicht leicht, sich gegen den musikalischen Mainstream zu behaupten und spielen zu können. Auch die jüngst erschienene Studie des Jazzinstituts Darmstadt zur Überlebenssituation der Jazzmusiker zeigt einmal mehr, dass das finanzielle Überleben schwierig ist. Dennoch beurteilt die Programmgruppe Jazz im Team der Kölner Musiknacht – bestehend aus Ulla Oster, Shannon Barnett und Stefan Karl Schmid – die Entwicklung insgesamt positiv: „Die Jazzszene in Köln ist relativ groß, vielschichtig und lebendig. Sie hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Das spielerische Niveau ist sehr hoch.“

Viele Ensembles haben sich auch in diesem Jahr für einen Auftritt in der Kölner Musiknacht beworben. So meldete der Jazzer Jonas Stuppin seine Band Morph Quartett (in der Fritz Thyssen-Stiftung zu hören) für die Musiknacht mit dem Hinweis an, wie schwer es für junge Bands sei, in Köln Auftrittsmöglichkeiten zu finden. Entscheidend für die Auswahl der neun vertretenen Ensembles war jedoch für Ulla Oster und ihre Kollegen, was ihnen gefiel: „Uns war wichtig, dass die Musik originell, interessant und dazu handwerklich gut gemacht ist. In der Beurteilung waren wir uns dann schnell einig.“

Und in der Tat gibt es nicht nur musikalisch Überraschendes. Bei dem Ensemble „Of Cabbages and Kings“ (oben im Bild) ist schon die unkonventionelle Zusammensetzung eine echte Neuheit: Vier ausdrucksstarke Jazz-Sängerinnen werden von einem ausgezeichneten Instrumentaltrio (Klavier, Kontrabass und Schlagzeug) begleitet, während sie ihre spannenden und abwechslungsreichen Eigenkompositionen vortragen (Auftrittsort WDR). Das Spektrum reicht von freier Bandimprovisation zu vorgefertigten Linien, von acapella-Arrangements bis hin zur Stimme als reines Begleitinstrument für die Band.

Andererseits begeistert das neue Trio des Pianisten Jürgen Friedrich mit David Helm am Bass und dem gefragten Nachwuchstalent Fabian Arens am Schlagzeug mit seinem Debutalbum „Reboot“ (zu hören im C. Bechstein Centrum Köln). Tief verwurzelt im Jazz, kombinieren die Musiker alten Blues mit Musik des 20. Jahrhunderts und überzeugten so die Programmgruppe für den Live-Auftritt in der Musiknacht.

Die übrigen Ensembles sind: Margeaux und die Banditen sowie Noirrouge (Dom-Forum), Oliver Lutz Quintett sowie Nice Keys (Kölnischer Kunstverein), Müller & Wiberny (Kunst-Station Sankt Peter) und Westinato (Museum für Angewandte Kunst).

Auch in diesem Punkt sind sich die Mitglieder der Programmgruppe Jazz einig: Die wichtige Unterstützung der Stadt Köln in Bezug auf den Jazz ist zwar besser geworden, aber das mediale Interesse und die Darstellung durch Vorankündigungen, Konzertberichte etc. könnte deutlich stärker ausfallen. Denn das Publikum für Jazz ist da. Fazit: Freunde von gutem handgemachtem Jazz können sich schon jetzt auf die Darbietungen in der Musiknacht freuen.

Eine quicklebendige Szene und Fangemeinde hat der Jazz in Köln. Im magischen Dreieck zwischen WDR, Hochschule für Musik und Tanz und dem Stadtgarten finden immer wieder tolle Konzerte statt und neben den international renommierten „Stars“ wachsen zahlreiche neue Talente nach. Trotzdem ist es für Jazzmusiker/-innen nicht leicht, sich gegen den musikalischen Mainstream zu behaupten und spielen zu können. Auch die jüngst erschienene Studie des Jazzinstituts Darmstadt zur Überlebenssituation der Jazzmusiker zeigt einmal mehr, dass das finanzielle Überleben schwierig ist. Dennoch beurteilt die Programmgruppe Jazz im Team der Kölner Musiknacht – bestehend aus Ulla Oster, Shannon Barnett und Stefan Karl Schmid – die Entwicklung insgesamt positiv: „Die Jazzszene in Köln ist relativ groß, vielschichtig und lebendig. Sie hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Das spielerische Niveau ist sehr hoch.“

Viele Ensembles haben sich auch in diesem Jahr für einen Auftritt in der Kölner Musiknacht beworben. So meldete der Jazzer Jonas Stuppin seine Band Morph Quartett (in der Fritz Thyssen-Stiftung zu hören) für die Musiknacht mit dem Hinweis an, wie schwer es für junge Bands sei, in Köln Auftrittsmöglichkeiten zu finden. Entscheidend für die Auswahl der neun vertretenen Ensembles war jedoch für Ulla Oster und ihre Kollegen, was ihnen gefiel: „Uns war wichtig, dass die Musik originell, interessant und dazu handwerklich gut gemacht ist. In der Beurteilung waren wir uns dann schnell einig.“

Und in der Tat gibt es nicht nur musikalisch Überraschendes. Bei dem Ensemble „Of Cabbages and Kings“ (oben im Bild) ist schon die unkonventionelle Zusammensetzung eine echte Neuheit: Vier ausdrucksstarke Jazz-Sängerinnen werden von einem ausgezeichneten Instrumentaltrio (Klavier, Kontrabass und Schlagzeug) begleitet, während sie ihre spannenden und abwechslungsreichen Eigenkompositionen vortragen (Auftrittsort WDR). Das Spektrum reicht von freier Bandimprovisation zu vorgefertigten Linien, von acapella-Arrangements bis hin zur Stimme als reines Begleitinstrument für die Band.

Andererseits begeistert das neue Trio des Pianisten Jürgen Friedrich mit David Helm am Bass und dem gefragten Nachwuchstalent Fabian Arens am Schlagzeug mit seinem Debutalbum „Reboot“ (zu hören im C. Bechstein Centrum Köln). Tief verwurzelt im Jazz, kombinieren die Musiker alten Blues mit Musik des 20. Jahrhunderts und überzeugten so die Programmgruppe für den Live-Auftritt in der Musiknacht.

Die übrigen Ensembles sind: Margeaux und die Banditen sowie Noirrouge (Dom-Forum), Oliver Lutz Quintett sowie Nice Keys (Kölnischer Kunstverein), Müller & Wiberny (Kunst-Station Sankt Peter) und Westinato (Museum für Angewandte Kunst).

Auch in diesem Punkt sind sich die Mitglieder der Programmgruppe Jazz einig: Die wichtige Unterstützung der Stadt Köln in Bezug auf den Jazz ist zwar besser geworden, aber das mediale Interesse und die Darstellung durch Vorankündigungen, Konzertberichte etc. könnte deutlich stärker ausfallen. Denn das Publikum für Jazz ist da. Fazit: Freunde von gutem handgemachtem Jazz können sich schon jetzt auf die Darbietungen in der Musiknacht freuen.

Elektronische Musik in der Musiknacht

Was genau ist eigentlich elektronische Musik, fragen wir uns und Frank Dommert aus der entsprechenden Programmgruppe, die die Sparte in der Musiknacht kuratiert hat. Schaut man bei Wikipedia, so erfährt man erst einmal ganz allgemein, dass es sich hier um Musik handelt, die durch elektronische Klangerzeuger hergestellt und mit Hilfe von Lautsprechern wiedergegeben wird. Also Popmusik? So was wie Kraftwerk und Can, oder eher Techno?

Frank Dommert erklärt uns, dass das, was in der Musiknacht zu hören ist, damit nun wirklich gar nichts zu tun hat. Irgendwo zwischen Medienkunst und Neuer Musik ist die Sparte „Elektronik“ anzusiedeln und sie bezeichnet eine große Bandbreite experimenteller Musikrichtungen, die sich eigentlich nur schwer in einen Topf werfen lassen. Gemeinsam ist den Musiknacht-Sets vielleicht das spielerische Element. Alle Ensembles spielen mit den Möglichkeiten elektronischer Geräte, die sowohl der Verfremdung von Klängen als auch der Verstärkung und dem sogenannten ‚Sounddesign’, also dem kreativen Umgang mit Klängen und Geräuschen, dienen.

Da muss man sich drauf einlassen und die Szene derer, die das tun, ist offen für Experimente. Sie organisiert sich, so Frank Dommert, in eigenen Netzwerken und ist eher international als lokal miteinander verbunden. Dommert weiß das auch aus seiner Arbeit in seinem Plattenladen, dem a-Musik recordshop in der Kölner Innenstadt, der sich auf elektronische Musik spezialisiert hat.

Für die Musiknacht hat er gemeinsam mit Dietmar Bonnen vier aktuelle Kölner Programme ausgesucht.

electronic ID war schon im letzten Jahr dabei und wird sich diesmal mit technischem Equipment so richtig austoben. Ghettoblaster, Videos und Lichteffekte im abgedunkelten Raum machen die vier Stücke („Paranoid Android“ von Sergej Maingardt, „OPERATION ENOK“ von Maximilian Marcoll, „abschminken“ von Brigitta Muntendorf und „On and Off“ von Joanna Bailie) zu spannenden Performances. electronic ID wurde im Frühjahr 2014 von Studierenden der Jazz-, Klassik- und neue-Musik-Abteilungen der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Folkwang Universität der Künste Essen gegründet und versteht sich als ein junges Ensemble mit Schwerpunkt auf der Interpretation intermedialer Musik des 21. Jahrhunderts.

Der Posaunist Andreas Schickentanz präsentiert ein Soloprogramm, in dem er mit elektronischen Effekt-Geräten den Klang seines Instruments variiert und verfremdet. Er selbst spricht dabei von einer interessanten Erweiterung des Klangspektrums. Dabei entstehen ganze Klangschichten, aber auch kollagenartige Effekte und Loops. Einen super Eindruck verschafft das Video zum Programm.

„2+2=3“ sind Joker Nies (custom made electronics), Georg Wissel (präpariertes Saxophon) und Paul Lytton (Percussion). Alle drei kommen aus der Improvisierten Musik, die hin und wieder Schnittmengen mit der Elektronik bildet. Joker Nies ist Fachmann für Circuit Bending, eine Musikkunst, in der Geräte mit niedriger elektronischer Spannung durch Kurzschließen zu Klängen gebracht werden. Nies nimmt Geräte auseinander und experimentiert mit Objekten aller Art. Keine Sorge – es besteht keine Gefahr! Georg Wissel nutzt verschiedenste Utensilien zur Präparation seines Saxophons und entlockt ihm ungewöhnliche Sounds während Paul Lytton Gegenstände aus dem Haushalt mit Percussion-Instrumenten kombiniert und damit überraschende akustische Effekte erzielt.

Autistikits ist eine Truppe junger Musiker auf der Suche nach immer neuen Klängen, künstlerischen Kooperationen und Auftrittsmöglichkeiten. Sie definieren sich selbst als Ensemble an der Schnittstelle von bildender Kunst, Film und Experiment und haben eine besondere Beziehung zu zeitgenössischer Kunst, insbesondere Graffiti. Was einen musikalisch erwartet, ist schwer zu beschreiben und wahrscheinlich gilt hier: Einfach hingehen und ausprobieren…

 

Über diesen Blog

Im letzten Jahr haben wir die Programmmacher der Musiknacht vorgestellt und Sie durch das Dickicht der vielen Sparten und Konzerte geführt.

In diesem Jahr wollen wir hier die Vorbereitungen zur Veranstaltung ein wenig begleiten und Sie über Aktuelles aus dem IFM auf dem Laufenden halten.

Also: Wie weit sind die Künstler mit dem Proben ihrer Musiknacht-Programme? Wie läuft das Projekt „Music Movies“? Was sagen die Sprecher des IFM zur Lage der freien Szene? Was erwartet uns im kulturpolitischen Forum von WDR 3? Und was passiert vielleicht sonst noch so backstage, on stage und on air…

Viel Spaß beim Lesen!

Ihre Christina v. Richthofen
(Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kölner Musiknacht)

Alte Musik in der Musiknacht

Die Alte Musik ist in Köln wirklich gut vertreten. Es gibt eine Konzertreihe, ein Festival, eine Gesellschaft und ein Zentrum für Alte Musik. Und viele, viele großartige Musikerinnen und Musiker, die sich dieser Sparte zugehörig fühlen. Wie aber finden die in der Musiknacht ihre Nische?

Katja Dolainski, Mitglied der Programmgruppe „Alte Musik“, die für die Auswahl der Sets in der Kölner Musiknacht verantwortlich ist „Alte Musik in der Musiknacht“ weiterlesen

Globale Musik in der Musiknacht

„Es ist gar nicht so einfach, die Globale Musik in Köln zu beschreiben“, sagt Alexandra Kalka, seit fünf Jahren Mitglied der Programmgruppe „Globale Musik“ der Kölner Musiknacht. Diese ist für die Auswahl der Sets zuständig, die in der langen Nacht zu hören sind und versucht – ebenso wie alle anderen Programmgruppen auch – eine möglichst große Bandbreite der Sparte abzubilden.

Dabei haben die Mitglieder der Programmgruppe selbst auch jeweils eigene musikalische Interessenschwerpunkte „Globale Musik in der Musiknacht“ weiterlesen